Eine Reise durch das verborgene Ossolatal

Die Berge in dieser äußersten Ecke Italiens haben immer viel gegeben, was die Ressourcen betrifft, aber sie haben von der Bevölkerung auch viel abverlangt. Man darf zum Beispiel nicht vergessen, wie viele Menschenleben der Bau eines der bedeutendsten Infrastrukturwerke der letzten Jahrhunderte gekostet hat, nämlich der Bau des Simplon-Eisenbahntunnels, der das Ossolatal noch heute mit dem Kanton Wallis verbindet.

Heute bietet der verborgene Teil des Ossola-Gebirges ungewöhnliche Erlebnisse: angefangen bei den Goldminen, die für das Ossola-Tal im Lauf der Jahrhunderte eine wichtige Einnahmequelle darstellten. Im letzten Jahrhundert geschlossen, sind einige von ihnen zu Touristenattraktionen geworden, die von dramatischen und faszinierenden Geschichten zu erzählen wissen und Erwachsene und Kinder auf ihrer Tour durch eine unterirdische Welt begleiten. Die im unteren Ossolatal, auf dem Gebiet von Pieve Vergonte im Toppa Tal liegenden Minen wurden ab Anfang 1800 ausgebeutet. Heute gehören sie dank wertvoller Schutz- und Förderungsmaßnahmen zusammen mit der Goldmine von Guia im Anzasca Tal zu den meistbesuchten ehemaligen Minenbetrieben. Die Mine von Guia ist die erste Goldmine in den Alpen, die am Ende des Bergbaubetriebs als touristisch-kulturelle Attraktion wiedereröffnet wurde.
Aus anderen Minen, die bei Vanzone im Anzasca Tal als „Cani Mine“ bekannt sind, entspringt ein besonderes Wasser und zwar eines der metallreichsten der Welt. Ein wahrer Schatz, der heute dank eines modernen medizinisch-wissenschaftlichen Projektes voll ausgeschöpft wird.

Die im unteren Ossolatal liegenden Gebiete von Ornavasso und Mergozzo sind historisch mit der Gewinnung von Marmor und Granit verbunden: mit dem rosa Marmor aus Candoglia wurde der Dom von Mailand gebaut, der weiße Granit stammt vom Montorfano und der grüne Granit aus Mergozzo. In Wirklichkeit sind jedoch alle Ossola-Täler durch das jahrzehntelange Werk des Menschen geprägt, der auch noch heute Serizzo, Beola, Marmor und Granit aus den Tiefen dieser Berge gewinnt.
Diese spektakulären Öffnungen zwischen den Tälern sind für Besucher selbstverständlich nicht zugänglich, mit einer Ausnahme jedoch: jedes Jahr organisiert der Nationalpark Val Grande Führungen durch den Marmorsteinbruch Cava Madre in Candoglia, eine Gelegenheit, die man nicht verpassen sollte.

Sie sind nicht so deutlich und längst nicht so tief, aber die „Risse“ der Schützengräben scheinen an die Wunden zu erinnern, die der Erste Weltkrieg ins Ossolatal gerissen hat: die Cadorna-Linie ist ein außergewöhnliches Beispiel für Militärarchäologie, die zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert ist.

Erst die erosive Wirkung des Eises, dann die des Wassers hat im Antigorio Tal echte Naturwunder geschaffen: die Schluchten von Uriezzo, die Erosionstöpfe Marmitte Dei Giganti von Maiesso und die von Croveo: markierte und sichere Wege führen Sie in eine außergewöhnliche und absolut faszinierende Welt.

Das Herz des Ossolatals schlägt stark, besonders in den Tiefen seiner Bergketten, und offenbart dem Auge des aufmerksamen Besuchers wahre Reichtümer von unschätzbarem Wert.

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