Legenden und Mysterien: geheimnisvolle Ort im Ossolatal

Ein See, der einst ein Dorf war: Eine der Walser-Siedlungen, des alten germanischen Volksstamms, der im 13. Jahrhundert die Gebiete um den Monte Rosa herum besiedelte, liegt heute unter dem Wasser des Agaro-Staudamms begraben. 1938 hat der Bau des künstlichen Wasserspeichers das alte Dorf Agaro für immer begraben und für das menschliche Auge unsichtbar gemacht, ein Dorf, das sieben Jahrhunderte lang von einigen wenigen Familien bewohnt wurde. Geschichten von Existenz und Widerstand, von katastrophalen Lawinen und gewagten Neuanfängen, von alten Traditionen und jahrhundertealten Erinnerungen sind heute ein Erbe, das in dieser Ecke des Ossolatals vom Wasser bewahrt wird.

Ein anderer See, andere Geschichten und Legenden: Wir bleiben im Park der Alm Alpe Devero, am Lago delle Streghe, dem Hexensee. Ein winziges Gewässer im Vergleich zum vorherigen, mit klarem Wasser, das eine legendäre Geschichte umfasst. Ein Mädchen, eine Liebesgeschichte, Hexen und die Wahl zwischen flüchtiger und ewiger Liebe: Ein geheimnisvolles Ereignis, das noch heute mit der Geburt dieses kleinen Alpensees in Verbindung gebracht wird, dessen Farben und kristallklares Wasser ein echtes Naturschauspiel bieten.

Der „rutschige Stein“ könnte der Titel eines Zeichentrickfilms sein. Aber dieser seltsame Name verkörpert eine ganz andere Geschichte: Es handelt sich um einen riesigen Speckstein-Findling in Malesco, im Vigezzotal, dem die Volksüberlieferung im Laufe der Jahrhunderte Fruchtbarkeitskräfte zugeschrieben hat. Das Rutschen auf der ausgehobenen Oberfläche des Steins war bei Frauen in früheren Zeiten üblich: Heute ist dies ein lebendiges und greifbares Zeugnis, direkt neben einem anderen mysteriösen Stein, der mit Vertiefungen (Cuppelle) bedeckt ist, ein primitiver Altar für Opferrituale.

Ein Unicum in den Alpen, eines der ältesten Gebäude im Ossolatal, das bis heute gut erhalten ist, ein absolut geheimnisvoller Ort. Der zur Gemeinde Montecrestese gehörende Lepontinische Tempel von Roldo ist nur wenige Kilometer von Domodossola entfernt, seit uralten Zeiten mit seinem Territorium verbunden und begeistert den Besucher in vielerlei Hinsicht. Am merkwürdigsten ist vermutlich das Verhältnis, das zwischen dem Sonnenlicht und dem alten Steingebäude herrscht. Die Sonnenstrahlen können nur zwischen dem 23. September und dem 21. März in das Gebäude eindringen, und die maximale Beleuchtung fällt mit einem genauen Augenblick zusammen: 12 Uhr mittags am 22. Dezember eines jeden Jahres. Zufall oder gewollt?

Die Zeitreise offenbart auch im unteren Ossolatal außergewöhnliche Kostbarkeiten. Der Montorfano auf dem Gebiet der Gemeinde Mergozzo „ist der Berg, der von allen anderen getrennt ist“. Ein geschichtsträchtiger Ort voller Faszination, wie die herrliche alte christliche Kultstätte, die Kirche San Giovanni Battista, eine der besterhaltenen romanischen Kirchen im gesamten Ossolatal. Das Gebäude strömt Schönheit und Mysterium aus, Empfindungen, die auch leicht zu verspüren sind, wenn man die Fundamente einer anderen früheren Kirche umgeht, die sich neben der heutigen befindet: eine uralte Kultstätte, die die Jahrhunderte überdauert hat und uns als wertvolles Zeugnis erhalten geblieben ist.

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