Kirche San Giovanni Battista in Mergozzo

Montorfano, einer der Ortsteile von Mergozzo, ist ein kleiner, zu Fuß über eine charakteristische antike Straße, die sich an mehreren Stellen über dem kleinen See Lago di Mergozzo erhebt, oder über die befahrbare Straße in wenigen Minuten vom Bahnhof von Verbania erreichbarer Ort.
Halb versteckt und geschützt in einer grünen Talmulde erhebt sich zwischen kleinen Steinbauten der architektonische Komplex der Kirche San Giovanni Battista, eine der interessantesten und am besten erhaltenen romanischen Kirchen des gesamten Ossolatals.
Die Kirche San Giovanni Battista in Montorfano ist in romanischem Stil in Form eines lateinischen Kreuzes gehalten und weist einen achteckigen Tiburio auf, der mit drei zweibogigen und einem einbogigen Fenster geschmückt ist. Das Dach besteht aus Pioda-Granit und die im Innenaufbau verwendeten Materialien Serizzo und Granit stammen aus den Steinbrüchen dieser Gegend des Ossolatals.
Außen weist die Spitzdachfassade ein von einem Architrav abgeschlossenes Portal auf, über dem ein Monoforium angeordnet ist.
Innen ist die Kirche mit Kreuzgewölben ausgestattet, deren Grate auf Halbkapitellen aufliegen. Was den aufmerksamen Betrachter aber am meisten erstaunt, sind die Fragmente von Fresken in der Apsis und dem barocken Altarbild von dem Florentiner Luigi Reali.

DIE ARCHÄOLOGISCHEN ZEUGNISSE
Das Interesse am Ort hat sich gesteigert, seit man archäologische Überreste in und bei der Kirche besichtigen kann, die bei einer Ausgrabungskampagne ans Licht gekommen sind, welche die archäologische Gruppe von Mergozzo im Jahr 1970 aufgenommen und die archäologische Aufsichtsbehörde des Piemont im Jahr 1984 beendet hat.
Die Ausgrabungen haben zwei antike Bauphasen an einer frühchristlichen Anlage aus dem Ende des 5. bis Anfang des 6. Jahrhunderts und an einer Basilika mit drei Apsiden aus der Karolingerzeit (8. Jahrhundert) offengelegt.
Dank der Ausgrabungen kann man heute das achteckige Taufbecken des frühchristlichen Baptisteriums im Inneren der romanischen Kirche und die Fundamente der karolingischen Basilika südlich der Kirche betrachten.
Unter dem Fußbrett des Altars aus Holz befinden sich dagegen Überreste der Mauern der Apsis der Taufkirche mit Fragmenten von seltenen und kostbaren Fresken mit geometrischen Mustern aus dem 6. Jahrhundert n. Chr.

Weitere Informationen: www.ecomuseogranitomontorfano.it

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IAT di Mergozzo
Corso Roma, 20
28802 Mergozzo (VB)
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